Landsmannschaft Darmstadtia Gießen

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Technische Hochschule Mittelhessen

Die Technische Hochschule Mittelhessen (ehemals FH Gießen-Friedberg) wurde 1971 gegründet. Sie ist somit eine der jüngeren hessischen Hochschulen und mit rund 11.500 Studierenden eine der größten praxisorientierten staatlichen Hochschulen in Hessen. Neben ihrem Namen THM führt die Hochschule die Bezeichnung University of Applied Sciences.
Im Sommersemester 2011 wurde der Name in Technische Hochschule Mittelhessen geändert.


Das Hauptgebäude der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen


Die Technische Hochschule Mittelhessen (kurz: THM) hat ihre Gießener Anfänge in der am 14. Januar 1838 vom Landesgewerbeverein Darmstadt in Gießen gegründeten „Schule für technisches Zeichnen“. Auslöser waren die verbreiteten Klagen, dass Handwerker die Baupläne der Architekten nicht lesen und verstehen konnten. Knapp vier Wochen zuvor war im Dezember 1837 auch in Darmstadt eine Gewerbeschule gegründet worden - die Vorläuferin der heutigen TU Darmstadt (ehem. TH Darmstadt). Damit ist die FH Gießen-Friedberg nur einen Monat jünger als die TU Darmstadt und somit die zweitälteste höhere technische Lehranstalt in Hessen.

In Gießen wurde 1838 außerdem eine „Gewerbeschule“ gegründet. Im Jahr 1840 folgte die Gründung des Gewerbevereins Gießen. Dessen Mitglieder waren unter anderem die Professoren Justus von Liebig und Hugo von Ritgen. Die Gewerbeschule wurde 1842 zu einer „Rechenschule für Handwerker“ erweitert. Sie wurde 1846 mit der Schule für technisches Zeichnen zur „Handwerkerschule“ zusammengeführt. Der Gewerbeverein wurde Schulträger.

Hugo von Ritgen, Professor für Architektur und Ingenieurwissenschaften an der Universität Gießen und deren späterer Präsident, übernahm 1878 sowohl den Vorsitz des Gewerbevereins, als auch den der Handwerkerschule. Lehrfächer waren 1890: Konstruktives Zeichnen, Baukonstruktionslehre, Baumaterialienlehre, Baustilkunde, Festigkeitslehre, Kostenberechnung, Maschinenzeichnen, Freihandzeichnen und Modellieren, Darstellende Geometrie, Physik, Mechanik, Rechnen und Deutsch.

Die Schule wurde 1913 in „Großherzogliche Gewerbeschule - Bauschule“ umbenannt und 1919 um eine viersemestrige Maschinenbauabteilung erweitert. Im Jahr 1921 erfolgt die Umbenennung in „Staatliche Gewerbeschule Gießen“ mit den Abteilungen: Bauschule, Maschinenbauschule, Kunstgewerbliche Abteilung, Gewerbliche Fortbildungsschule, Schreinerfachschule, Lokomotivführerschule, Eisenbahnwerkmeisterschule und Eisenbahnschule. Eine weitere Umbenennung findet 1925 statt. Die „Staatliche Gewerbe- und Maschinenbauschule der Stadt Gießen“ wurde um das Fach Elektrotechnik erweitert. Die Schule zog 1928 in die "Alte Klinik" in der Liebigstraße.

1938 wurde sie eine dreisemestrige Fachschule für Baugewerbe, Maschinenbau, Maler und Schreiner. Es fanden Vorbereitungskurse zur Meisterprüfung für Elektromeister und Schuhmachermeister statt. Am 6. Dezember 1944 wurde das Schulgebäude bei einem britischen Bombenangriff total zerstört.

Am 6. Juni 1946 wurde die Erlaubnis zur Weiterführung der Schule erteilt bei gleichzeitiger Umbenennung in „Polytechnikum Gießen“. Vorlesungsbeginn war am 25. Juli 1946 im "Neuen Schloss" am Brandplatz mit 216 Studenten, aufgeteilt in zwei Maschinenbau-, zwei Hochbau- und ein Elektrotechnik-Semester mit einer jeweils fünfsemestrigen Studiendauer. 1947 kamen bereits über 400 Studenten zu den Vorlesungen

Ab 1954 hieß die Schule „Städtische Ingenieurschule Gießen (Polytechnikum)“. Am 5. Mai 1958 übernahm das Land die Trägerschaft bei gleichzeitiger Umbenennung in „Staatliche Ingenieurschule für Maschinenbau, Elektrotechnik und konstruktiven Ingenieurbau, Gießen“. Die Regelstudienzeit wurde auf sechs Semester erhöht.

Die Schule zog am 7. März 1963 aus den Baracken und dem „Neuen Schloss“ in den Neubau an der Wiesenstraße um. Im letzten Jahr der Ingenieurschule lehrten dort 59 Dozenten; 950 Studenten waren eingeschrieben. Mit Wirkung vom 1. August 1971 wurde die „Fachhochschule Gießen“ gegründet, die aus den Staatlichen Ingenieurschulen Gießen und Friedberg sowie aus dem Pädagogischen Fachinstitut in Fulda bestand. Am 1. August 1974 wurde der Bereich Fulda ausgegliedert und wurde zur heutigen Hochschule Fulda (damals noch Fachhochschule).

Am 1. August 1978 erfolgte die Umbenennung in „Fachhochschule Gießen-Friedberg“, um den Standort Friedberg auch im Namen deutlich zu machen.

Seit 2001 bietet die Fachhochschule am Standort Wetzlar in Zusammenarbeit mit mittelhessischen Unternehmen ein praxisbetontes Studium unter dem Namen StudiumPlus an. Diese dualen Studiengänge mit den Hochschulabschlüssen Bachelor und Master verzahnen Theorie und Praxis.

Im Frühjahr 2003 unternahm das Präsidium der FH Anstrengungen, eine Namensänderung in „Wilhelm-Conrad-Röntgen-Hochschule“ zu erzielen. Dies scheiterte nach kontroverser Diskussion im Senat der FH.

Am 21. April 2010 wurde in der Senatssitzung der neue Name "Technische Hochschule Mittelhessen" mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Im neuen Namen soll sich auf der einen Seite die regionale Ausdehnung nach Wetzlar widerspiegeln, auf der anderen Seite soll er aber auch die Gleichstellung mit den universitären Studiengängen durch die Umgestaltung des Studienprogramms in Bachelor- und Masterstudiengänge wiedergeben. Hinzu kommt noch die Tätigkeit in der Forschung des Fachbereichs Ingenieurswissenschaften, in der die Technische Hochschule Mittelhessen sehr gut aufgestellt ist und der mit dem neuen Namen jetzt auch Rechnung getragen werden soll.

Zum Wintersemester 1986/87 wurde erstmalig der Studiengang Informatik in das Programm aufgenommen. Gleichzeitig wurde der Fachbereich „Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung“ in die Fachbereiche „Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik“ (Gießen) und „Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung“ (Friedberg) aufgeteilt.

Mit dem ZeVA-akkreditierten Master-Studiengang „International Marketing“ bietet die FH Gießen-Friedberg einen der ersten wirtschaftswissenschaftlichen Marketing-Aufbaustudiengänge in Deutschland in englischer Sprache an.

Zunehmend engagiert sich die THM auch auf dem Feld der berufsbegleitenden, wissenschaftlichen Weiterbildung. Zur Intensivierung der Arbeit gründete die Hochschule 2007 das Hochschulzentrum für Weiterbildung - HZW und richtete im Kloster Altenberg in Solms-Oberbiel ein Weiterbildungszentrum ein.

Seit dem 01. März 2006 ist Dr. Günther Grabatin Präsident der THM.


Fachbereiche in Gießen

01 Bauwesen B

02 Elektro- und Informationstechnik EI

03 Maschinenbau, Mikrotechnik, Energie- und Wärmetechnik MMEW

04 Krankenhaus- und Medizintechnik, Umwelt- und Biotechnologie KMUB

06 Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik MNI

07 Wirtschaft W

Fachbereiche in Friedberg

11 Informationstechnik - Elektrotechnik - Mechatronik IEM

12 Maschinenbau, Mechatronik, Materialtechnologie MMM

13 Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung MND

14 Wirtschaftsingenieurwesen WI

Fachbereiche in Gießen und Friedberg

21 Sozial- und Kulturwissenschaften SuK

StudiumPlus - Wiss. Zentrum Dualer Hochschulstudien ZDH in Wetzlar

Wirtschaftsingenieurwesen

Betriebswirtschaft

Ingenieurwesen/Mikrosystemtechnik

Aktuelle Termine

       

 

         WEIHNACHTSKNEIPE

     auf dem Darmstädterhaus

am 09. Dez. 2017 um 20,00 h c.t.